
Guckst du! Hier ist der Platz für alle möglichen Presseartikel aus
Zeitschriften oder Online-Quellen. Wenn ihr noch weitere habt, bitte schickt
sie an infoATsave-me-kaizer.de.
Wir freuen uns über jeden Tipp!
Interview auf westzeit.de vom 3.4.2006
Im "Grünspan"“, am Ende der Großen Freiheit an der Hamburger Reeperbahn, konnten Musik-Freaks sich bereits gegen Ende der 60er Jahre königlich amüsieren. Hier spielte die alternative Musik, als die in den umliegenden Kneipen zu Weltruhm gelangten Beatles aufgehört hatten, den "Norwegian Wood" zu besingen. Anno 2006 holzten nun reale Norweger mit Kontrabass, Mandoline und Ölfass über die Bretter der wohl ältesten MusicHall Deutschlands, um ihren Ruf als hervorragendes `Live-Event´ zu manifestieren.
Janove Ottesen (Gesang) und Geir Zahl (Gitarre) hatten ab 1990 in Geirs Kinderzimmer mit dem musizieren begonnen. Nach diversen Umstrukturierungen, Namens- und Besetzungswechseln sind sie seit circa 2000 die Komponisten und Textdichter im mittlerweile sechs Personen umfassenden Kaizers Orchestra. Drei schöne Studio-Alben mit einer besonderen Mischung aus Rock, Folklore, Polka und Humppa haben sie bisher veröffentlicht. Jenseits der Studios, auf den Bühnen der 'nordischen' europäischen Ländereien (die Märkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Holland, Belgien, Schweden, Dänemark sind bereits erobert), "...und hoffentlich demnächst auch in England" entfalten sich diese Sounds jedoch erst richtig. Was das gesamte Kaizers Orchestra kurz nach dem Westzeit-Interview in der Hansestadt Hamburg folglich abermals unter Beweis stellen konnte. Vorab jedoch durfte Geir Zahl allein die Vorzüge der neuen DVD-CD erläutern, weil Janove Ottesen kurz vor dem Konzert bereits 'too busy' war, um dem Gespräch beizuwohnen. Dem Selbstbekenntnis, warum, für die Branche unüblich, bereits knapp ein halbes Jahr nach "Maestro" neue Silberlinge erscheinen, folgten Gelächter und 'knochentrockene' Ausführungen in Englisch mit typisch nordischem Akzent.
"Wir veröffentlichen unsere Werke so schnell hintereinander, weil wir nicht normal sind! Wir wollten den Leuten jetzt ein Live-Konzert anbieten, weil sie uns oftmals erzählten, dass wir eine gute Live-Band sind. So war es ein völlig natürlicher Prozess für das Kaizers Orchestra, eine Live-CD und DVD einzuspielen. Wir produzierten es im `Vega´ in Kopenhagen, weil es eines unserer Lieblings-Venues ist, und es passen eine Menge Leute hinein. In Norwegen haben wir lediglich ein Venue, dass dem Vergleich zum 'Vega' standhält. Ausserdem wollten wir beweisen, dass unsere Show überall funktioniert, nicht nur in der Heimat."
Wer das Kaizers Orchestra bereits 'on stage' erlebt hat, weiß, dass hier nicht ausschließlich performt wird. Es wird gelacht, geweint, getanzt und gerockt. Polka trifft auf Rock'n'Roll, und das in der Muttersprache der Norweger.
"Die Leute verstehen nicht die Worte, wohl aber die Message in der Musik. Diese Message ist das Performen der Musik, des Sounds als Sprache. Für viele Rockbands, deren Arbeit auf einem hohen Energie-Level basiert, sind die Worte nicht der wichtigste Teil. Das gilt natürlich auch für uns. Wenn Du die Worte verstehst, nimm' es als Bonus! Darum mögen wir mit dieser Band nicht in Englisch singen. Außerdem ist Norwegen unser Heimat-Markt, so ist diese Sprache für uns effektiver. Obwohl es wirklich schwierig ist, Kaizers-Songs zu schreiben. Es ist einfacher, englische Lyrics zu verfassen. Aber dafür haben wir schließlich unsere Solo-Projekte. Ich arbeite gerade an einem solchen Projekt. Das Album soll im September veröffentlicht werden."
Eine vage Aussage des Musikers, denn ein Label dafür hat er noch nicht aquiriert.
"Ich habe diesen Teil des Jobs noch nicht erledigt. Erst einmal möchte ich die Aufnahmen beenden, bevor ich das Ergebnis dann jemanden anbiete."
Zukunftsmusik also.
Die Geschichten in den Songs des Kaizers Orchestra hingegen bewegen sich größtenteils in der Vergangenheit.
"Es ist die Art der ewigen, immerwährenden Fragen. Viele Szenen können immer (wieder) aktuell sein. Leben und Tod, Liebe und Hass, Religion. Wir möchten nicht in die neue Zeit springen und predigen."
Daher sind die Ereignisse in Dänemark, wo es kürzlich um Religion und Karikaturen ging, kein Thema der Kaizers.
"Das ist nicht das, worüber wir schreiben. Ganz davon abgesehen, ist diese Thematik zu kompliziert, um sie einfach in einem Satz zu beantworten."
Gute Songwriter üben da einen größeren Einfluß aus, egal, welchem Background sie entspringen.
"Das kann durchaus auch Rhythm & Blues sein. Hauptsache, es ist ein guter Song. Ihn zu schreiben, ist primär unser anliegen."
"Christiania", in einer Live-Interpretation auch auf den neuen DVD-CDs enthalten, ist ein solches Werk. Es könnte zudem eine Reminiszenz an einen bekannten Ort in Kopenhagen sein...
"Oh, dass weiß ich gar nicht, aber es ist einer meiner Lieblingssongs von jenen, mit denen ich mich herumplagen musste."
Geir lacht abermals herzhaft, erzählt von bereits komponierten Titeln für das kommende, vierte Studio-Album.
"Das Album wird dann in ungefähr eineinhalb Jahren erscheinen, wie branchenüblich. Dafür begeben wir uns zurück in die Normalität!"
Vorerst begibt sich Geir Zahl jedoch erst einmal auf die Bühne des "Grünspan", um das zahlreich erschiene Publikum zu regieren, animieren. Praktizierte Monarchie oder Alltag? Unter dem Album-Titel "Monarchie und Alltag" veröffentlichten die Fehlfarben (wenngleich in konträrem Kontext) bereits 1980 in dem Song "Ein Jahr" vorab (scheinbar) das Motto des Kaizers Orchestra: "Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" Ralf G. Poppe
Artikel auf welt.de vom 15.9.2005
Wer kann sich schon leisten, den King wegzuschicken?
Kein Mensch bekommt vor dem Fernseher ein Gefühl davon, wie schnell ein Formel-1-Bolide wirklich durch die Kurven zieht und mit welchem Tempo Alpinskifahrer oder Tour-de-France-Sieger über die Ziellinie fahren. Genauso kann kein Käufer einer Platte des Kaizers Orchestra erahnen, auf was für Ideen die sechs Norweger kommen, wenn ihnen jemand eine Bühne überläßt. Am Dienstag abend übernahm den dankbaren Job das Knust - und sicherte sich so ein volles Haus, das Stadtgespräch unter Popfans am nächsten Tag und zu guter Letzt auch noch einen recht ordentlichen Tresenumsatz.
Dem sechsköpfigen Orchestra allerdings eilt ein fast schon unheimlicher Ruf als Liveband voraus, die Überraschung hielt sich ergo in Grenzen. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums vor vier Jahren beglückten sie die nicht eben überbevölkerte Heimat mit einer Marathon-Tournee von 150 Konzerten und überrollten das Land geradezu. Fortan gerieten ihre Zuschauer auch südlich des Skagerraks in garantierte Verzückung, wenn Jan Ove Ottesen den Zeremonienmeister gab. Und auch 500 Hamburger wissen seit vorgestern, was ausgelassenes Feiern wirklich heißt.
Eine derart euphorisierende Melange der Stile und Instrumente ist aber auch wirklich selten. Die Combo musiziert nicht nur auf Gitarren, Standbaß und Schlagwerk, sondern nutzt auch alte Ölfässer und sogar Autofelgen, um virtuos zu lärmen. Ihr liebster Rhythmus ist die Polka, es darf aber ebenso gern auch mal ein Blues sein. Ottesen erweist sich zudem als talentierter Sänger, der wie Tom Waits, aber auch wie Dean Martin phrasieren kann. Wir kommen aus dem Staunen und Freuen gar nicht mehr heraus, und daß Norwegen nicht nur eine Grenze, sondern auch einen Haufen kultureller Schnittmengen mit Rußland hat, war uns so noch nicht bewußt.
Irgendwann stand dann unversehens Elvis auf die Bühne. War aber trotz fiesen Capes hier gar nicht so gern gesehen. Ottesen vertrieb ihn aus dem Rampenlicht und schlug sich in die Brust: "Wer kann sich das schon leisten, einfach so den King wegzuschicken?" Tja, also, auf Anhieb fällt uns niemand ein. Das Kaizers Orchestra hatte übrigens noch mehr solcher kleinen Schmankerl auf Lager, aber die fassen wir demnächst in einem kleinen Brevier zusammen. So eine Erfolgsgeschichte darf doch nicht ohne Sekundärliteratur bleiben! kru
Artikel im Spex Nr. 8/2005
Kaizers Orchestra - Leonhard Cohen anders herum
Schon lange kein Geheimtipp mehr, aber weiterhin eine umjubelte Live-Sensation: Norwegens Kaizers Orchestra schicken sich mit ihrem dritten Album via Major-Deal an, Popstars für die Nische zu werden.
Als die aus Bergen in Norwegen (Anm. Red: Naja, fast...) stammende Band 2001 mit ihrem Debüt "Ompa til du dør" die internationale Bühne betrat, tat sie das, was eine gute Pop-Band in solchen Fällen tut: Sie polarisierte die Kritikergemeinde mit einem Schlag. Die einen waren sofort schwer begeistert, die anderen warfen der Band vor, einfach die Musik eines Tom Waits (dessen Vorliebe für Tango, den sound alter Pumporgeln und krude Rhythmen Kaizers Orchestra teilen) mit der auf uns Mitteleuropäer leicht spooky wirkenden dorischen Melodik des Balkan und den ebenfalls etwas außerweltlichen Klängen der norwegischen Sprache zu einer Mixtur zu verkochen, die zwar zunächst sensationell klingt, beim zweiten Hören aber bereits rapide an Spannung verliert. Im Laufe der Zeit wechselten immer mehr Kritiker vom Skeptiker- ins Fan-Lager, meistens mit der Begründung, dass sie einen Auftritt der Band erlebt hätten und ihr Leben nun nicht mehr so sei wie früher. Jetzt hat das wilde Orchester sein drittes Album namens "Maestro" veröffentlicht und ... ich kann mir nicht helfen, es klingt immer noch wie das erste. Nach Ansicht der im Netz einstehenden Liveclips kann aber auch ich nachvollziehen, warum einige Leute die Band für das größte Ding seit Milch in Dosen halten. Denn Kaizers sind in erster Linie eine unglaubliche Showband ...der ganze Artikel
Artikel im Musicweek vom 16. Juli 2005
Bedürfte es eines Beweises zur Fähigkeit Norwegens,
eine einzig- und großartige Band zu produzieren, Kaizers Orchestra lieferten
es schaufelweise. Sie haben das Charisma von The Hives und die Live-Gewalt
von Rammstein (Anm. Red., freche Untertreibung), damit gelang es ihnen bereits,
mehrere Platinverkäufe in Norwegen zu erreichen und von Festival-Promotern
aus ganz Europa die Tür eingerannt zu bekommen.
1999 gegründet, bringt die sechsköpfige Band eine Live-Show, die
1,2 Tonnen mechanischen Schrotts zu musikalischer Verwertung nutzt, ein frisiertes
Harmonium und zwei Ölfässer, die extra von Statoil geliefert werden
und damit einen der ungewöhnlichsten Sponsorverträge der Popgeschichte
bilden (Anm. Red. nette Idee, Herr Schreiberling).
Da es ihnen nicht sofort gelang, einen Vertrag mit einem großen Label
zu bekommen, haben sie sich mit dem führenden norwegischen Manager Eivind
Brydøy verbunden und die Touren selbst organisiert und die ersten beiden
Alben beim Osloer Verlag "Farmen" veröffentlicht. "Für
uns war es eine gute Grundlage, die Sachen selbst in die Hand genommen zu
haben", sagt Gitarrist Geir Zahl.
Da sie in einem Dialekt singen, der manchen Norwegern zu verstehen schwer
fällt, nahmen sie sich zunächst vor, es in der Heimat zu schaffen.
Sie merkten schnell, dass sie über die Sprachgrenzen hinaus ankamen,
als nach einem Gig auf dem Eurosonic Festival (Anm. Red., in Groningen/NL)
massenhaft Anfragen für europäische Festivals hereinkamen. Sie hatten
ein so enges Terminkorsett, dass sie es ablehnen mussten, in Glastonbury zu
spielen. "Die Leute müssen die Sprache nicht verstehen, um eine
Band zu mögen", sagt Zahl.
Auch wenn sie in Norwegen ihren eigenen Plattenvertrieb Kaizer Records aufgebaut
haben, unterschrieben sie für den weltweiten Vertrieb einen Lizenzvertrag
mit Universal Germany. Am 15. August veröffentlichen sie ihr drittes
Album in Norwegen, GSA, Benelux und Dänemark (Anm. Red., keine Ahnung,
was GSA sein soll - German State of Amerika vielleicht?).
Aus dem musikexpress Nr. 9/2005
Es geht nur um eines! Kaizers Orchestra aus Norwegen ist ein großes wildes Rätsel. Doch die Lösung ist eigentlich ganz einfach.
Die Peripherie Europas ist in den letzten Jahren zur Fundgrube für den Independent-Freund geworden. Nirgendwo ist selbst der Mainstream so schräg - vorbei die Zeiten von Abba und A-ha. Hier dominiert ein spleeniger Folk-Elektroniker namens Mugison wochenlang die isländischen Charts. In Norwegen tut es ihm Kaizers Orchestra mit schmachtendem bis schwungvollem Polka-Rock gleich... Hier geht es zum gesamten Artikel.
Aus der Berliner Szenezeitschrift "Zitty"
"WIR SIND EINE ROCK&ROLL-BAND" - Kaizers Orchestra: Fans von Britney Spears und Kurt Weill
Mit Ihrem Album Ompa til du dør (2002) gelang der Band aus Bergen das Unmögliche: Sie machten Norwegisch als Rock&Roll-Sprache salonfähig. Fünf Jahre später veröffentlichen Kaizers Orchestra ihr drittes Album Maestro. Die Übersetzungen zu den neuen Songs lesen sich wie ein wirres Script zu einem Lars-von-Trier-Film über eine Nervenheilanstalt in der Nachkriegszeit. Zitty traf Sänger Jan Ove "The Jackal" Kaizer und Gitarrist Geir "Hellraizer" Kaizer zum Interview... Hier geht es zum Artikel.
Interview auf westzeit.de
KAIZERS ORCHESTRA - Es geht auch anders! Ein Interview nach dem Haldern Festival 2003
Die Besucher des Haldern-OpenAir waren nicht die ersten, die durch die unglaubliche Performance der aus dem Nichts auf der Bildfläche aufgetretenen Kaizers Orchestra aus Norwegen überrascht wurden. So etwas hat der gegenwärtige Popzirkus selten erlebt. Junge Männer hüllen sich in Gasmasken, schlagen auf Ölfässern herum und tanzen wie Derwische zu nordischen Polka-Weisen, als gäbe es kein Morgen mehr. Eine musikalische Revolution oder einfach der Sound einer neuen Generation? Frontmann Jan-Ove berichtet aus dem Herz einer Band, die unweigerlich noch wachsen wird, ob sie es will, oder nicht.
Bergen in Norwegen ist nicht gerade der Nabel der Welt, aber doch ist die Qualität der dortigen Musikszene nicht zu übersehen. Nun aber tritt eine Gruppe sechs junger Burschen auf den Plan, die mit relativ unkonventionellen Mitteln das Genre Rock das Fürchten Lehren. Es geht nämlich auch anders. Schräge Instrumentierungen mit Akkordeon, gestrichenem Baß und Saxophon, stampfende, schleppende Beats und Klänge, die bislang nur von den Neubauten in solcher Intensität erreicht wurden.
Was auf Konserve festgehalten schon unnachahmlich stark resp. nur von einem Kaliber wie etwa Tom Waits machbar wirkt, ist in der Bühnenumsetzung ungleich stärker. "Als wir vor sechs Jahren anfingen, haben wir uns darauf konzentriert, einen sehr guten Live-Act darzustellen. Wir wollten nie 1.000.000 Platten absetzen, das können wir nicht kontrollieren und planen. Unsere Shows dagegen schon. Daher basiert unsere Musik auf Melodie und Rhythmik, Sachen halt, die auf der Bühne gut wirken. In Verbindung mit unserem Auftreten in Anzügen, dem Dialekt, den wir singen und den zum Teil außergewöhnlichen Instrumenten sind wir unserem Ziel, der Perfektionierung unserer Show, sehr nahe gekommen. Nach drei Jahren haben wir uns dann entschlossen, endlich einmal ein Album aufzunehmen."
Diese in ihrer Heimat mit knapp 100.000 abgesetzten Einheiten ziemlich erfolgreiche Platte, barg einige Schwierigkeiten. "Es war natürlich nicht einfach, das Klangerlebnis von der Bühne auf Tonträger zu bannen, da wir eine visuell arbeitende Band sind. Nur die Platte anzuhören, ohne uns zu sehen, kann mitunter recht verwirrend sein." Aber auch umgekehrt. Warum trägt man Gasmaken und feinen Zwirn? "Wir wollten schon immer unsere Auftritte so komplett wie möglich gestalten. Sie sollen große Partys sein, dazu tragen wir halt Anzug und Krawatte. Und irgendwie passen auch Gasmasken dazu." Irgendwie schon.
Eine weitere zwingende Frage: Warum singen Kaizers Orchestra in Landessprache bzw. einem Dialekt? "Das haben wir von Beginn an getan, und es wirkt im musikalischen Sinne am Besten. Wir haben nun schon einige Gigs in Europa gespielt und die Leute haben nicht ein Wort verstanden, aber die Energie, die Hooklines und der musikalische Audruck ist dagegen umso verständlicher." Der europäischen CD-Version liegt netterweise ein zusätzliches Booklet mit englischen Übersetzungen der Lyrics bei... "Leider sind aber der Rhythmus und die Reime des Gesangs so nicht mehr gegeben. Die Übersetzungen geben eine grobe Idee der Inhalte wieder, sind aber bei weitem nicht so catchy wie die Originale."
Meist handelt es sich um düstere Themen wie Tod oder die Hölle, krude Gestalten wie Sven Korner oder Fredrik Meltzer sind Protagonisten wirrer Moritaten, die gänzlich unbekannt erscheinen. "Sie sind nicht unsere Helden, sondern reine Fiktion. Wir behandeln in unseren Texten die wichtigsten Dinge des Lebens: Tod, Religion, Verlust, Betrügereien, Krieg, etc. und machmal sind es sehr viele Gegensätze auf einmal. Wir wollen nicht lustig sein, sondern die Leute bewegen. Und das erreichst du nur, wenn du emotional starke Themen behandelst."
Der Aufbau der Songs und die Verbildlichung durch schwere Rhythmik und dunkle Poesie erinnert zeitweise gar an eine abgespeckte Form von Doom-Metal, der auch in Skandinavien weit verbreitet ist. "Der Kontrast gefällt uns sehr. Viele Songs sind sicherlich in Moll gehalten, was aber nicht heisst, dass sie auch aus negativer Energie heraus entstanden sind. Viele Leute sind überrascht, wenn sie uns leibhaftig spielen sehen, weil sie denken, dass wir düstere und traurige Musik machen. Aber sie merken sehr schnell, dass wir unsere positiven Kräfte bündeln, auch wenn die Moll-Akkorde sehr stark und mächtig wirken."
Was ist eigentlich dieses mysteriöse "ompa", das die Band dem Albumtitel nach bis zum Tod durchzieht? "Ich dachte, du wüsstest das! Für uns ist das ein deutscher Musikstil, der durch Tuba, Pauken und Posaunen geprägt ist, etwas, das von marschierenden Blaskapellen und Trommlercorps gespielt wird. Das ist "ompa", oder?" Wahrscheinlich hat er recht. Und wahrscheinlich kann er "ufftata" einfach nicht aussprechen. Axel Nothen
Auch in der Zeitschrift "musix" werden Kaizers gewürdigt. Allerdings kommt uns der Text merkwürdig bekannt vor. Da hat doch nicht jemand geklaut...? Hier kann man sich den ganzen Artikel anschauen.
Artikel aus dem intro 110, Oktober 2003:
Artikel aus dem Musikexpress
Oktober 2003

für weitere Artikel und Informationen auf Norwegisch und Englisch schaut auf www.kaizers.no