
Hier ist der Platz für Rezensionen und Konzertberichte
aus der Presse. Wenn ihr noch weitere habt, bitte schickt sie an infoATsave-me-kaizer.de.
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CD-Empfehlung von www.intro.de
Beim kaiserlichen Orchester aus Bergen, Norwegen geht es zwar auch skandinavisch skurril, aber stets stilvoll und seriös zu: gepflegter Funk, unaufgeregte Grooves und lockere Off-Beats, schön schräge Pop-harmonien, dazu verstörende Geschichten über Liebe, Sünde, Gott, Mord. Keine Frage: Das Kaizers Orchestra hat den Blues, und das nicht zu knapp. Und spielt ihn sich mit Versatzstücken aus Jazz, Tango, Klezmer und Schrammelrock von der Seele. Faszinierend, wie selbstverständlich und unangestrengt und mit welcher Intensität das alles funktioniert.
Konzertankündigung aus Szene Wien
-Ompa/Klezmer/Gitarrenrock-
Russendisko im Königreich Norwegen: die nach Bergen verschlagene
Kapelle des Mafiapaten MR. KAIZER
verschrammelt ihre während des letzten Osteuropaauftrages zusammengewürfelten
musikalischen Eindrücke und legt sie über auf Ansichtskarten geworfene
BrechtWeillsche Songskizzen.
Zum Größenvergleich: "Ompa til du dør" hielt sich
ein Jahr in Norges Top 40, angekurbelt im Verkauf durch
150 auf Reichsgebiet absolvierter Konzerte allein 2002. Könne ähnliches
einer österreichischen Band
passieren, die allgemein chartsunübliche Klänge im Dialekt betextet?
Schwer vorstellbar. Im übrigen
bitte keine Scheu vor Textunverständnis an den Tag legen, denn diese ist
ebenso unangebracht wie die
Sprachwahl unwesentlich. Die Tonträger sind befrachtet mit verschiedensten
Abhängigkeitsverhältnissen,
Morddrohungen, inszenierten Begräbnissen, Versklavung und der Gewissenheit,
seinem unweigerlich ungünstigen Schicksal nicht entrinnen zu können.
JANOVE OTTESEN und GEIR ZAhL verstehen es, das Detail zu inszenieren. Sie transportieren
Todesernsthaftigkeit und Bedeutungsschwere zum Klange malträtierter Ölfässer
und betrommelter Felgen in wie neben den Zeilen. Der beste Act des vorjährigen
Roskildefestivals schickt sich an, den Kontinent zu erobern. Lasst uns ompa
tanzen, bis
wir sterben – verloren sind wir ohnehin.
(pressetext: Bernadette Karner)
http://www.szenewien.com/Framesets/frames_concerts.htm
Quelle: intro Nr. 110, Oktober 2003, online: www.intro.de
Rezension aus der Brigitte online:
Ölfässer-Polka mit Zwergen
In ihrer heimat Norwegen sind Kaizers Orchestra (im Verhältnis) so erfolgreich
wie hierzulande herbert Grönemeyer. Was ein interessantes Licht auf unsere
nordischen Nachbarn wirft: Denn die Musik, die Kaizers Orchestra machen, ist
die wildeste Mischung, die ich seit langem auf dem Plattenteller hatte:
Kaizers Orchestra verquirlen Polka und Pogo mit osteuropäischen
Volksweisen und Tom Waits, gespielt auf Instrumenten wie Mandoline und Blasorgel,
aber auch auf Ölfässern, Blechplatten und selbstgebauten Klangkörpern.
Dazu wird norwegisch gesungen. Stampfende Rhythmen paaren sich mit elegischen
Melodien. Das Ergebnis klingt mal atemberaubend gruselig, dann wieder wild und
gut gelaunt, bei aller Außergewöhnlichkeit sehr einprägsam und
mitreißend. Die Texte sind entsprechend schräg und morbide, voller
Geister vertreibender Zwerge, russischem Roulette und Toten, die Tango tanzen
(was die Rezensentin nicht deshalb weiß, weil ihr Norwegisch so gut ist,
sondern weil der CD englische Übersetzungen beiliegen).
Wer schräge Musik mag, wird mit Kaizers Orchestra sehr, sehr glücklich.
[Link zu hörproben entfernt]
Simone Rafael
CD-Rezension aus dem Musikexpress
September 2003, S. 64
CD-Rezension aus Spex 269 #269 No. 09/2003 Deutschland,
S. 127
für weitere Artikel und Informationen auf Norwegisch und Englisch schaut auf www.kaizers.no
Aus dem Musikexpress
Oktber 2003