Aus der Presse - Rezensionen von Ompa til du dør

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CD-Rezension aus Visions Nr. 9 2003, S. 96
CD-Rezension aus Visions Nr. 9 2003, S. 96

 





CD-Empfehlung von www.intro.de

Kaizers Orchestra
"Ompa Til Du Dør" PIAS

Beim kaiserlichen Orchester aus Bergen, Norwegen geht es zwar auch skandinavisch skurril, aber stets stilvoll und seriös zu: gepflegter Funk, unaufgeregte Grooves und lockere Off-Beats, schön schräge Pop-harmonien, dazu verstörende Geschichten über Liebe, Sünde, Gott, Mord. Keine Frage: Das Kaizers Orchestra hat den Blues, und das nicht zu knapp. Und spielt ihn sich mit Versatzstücken aus Jazz, Tango, Klezmer und Schrammelrock von der Seele. Faszinierend, wie selbstverständlich und unangestrengt und mit welcher Intensität das alles funktioniert.


Konzertankündigung aus Szene Wien

KAIZERS ORChESTRA (Norwegen)
Sa. 13.09.

-Ompa/Klezmer/Gitarrenrock-

Russendisko im Königreich Norwegen: die nach Bergen verschlagene Kapelle des Mafiapaten MR. KAIZER
verschrammelt ihre während des letzten Osteuropaauftrages zusammengewürfelten musikalischen Eindrücke und legt sie über auf Ansichtskarten geworfene BrechtWeillsche Songskizzen.
Zum Größenvergleich: "Ompa til du dør" hielt sich ein Jahr in Norges Top 40, angekurbelt im Verkauf durch 150 auf Reichsgebiet absolvierter Konzerte allein 2002. Könne ähnliches einer österreichischen Band passieren, die allgemein chartsunübliche Klänge im Dialekt betextet? Schwer vorstellbar. Im übrigen bitte keine Scheu vor Textunverständnis an den Tag legen, denn diese ist ebenso unangebracht wie die Sprachwahl unwesentlich. Die Tonträger sind befrachtet mit verschiedensten Abhängigkeitsverhältnissen, Morddrohungen, inszenierten Begräbnissen, Versklavung und der Gewissenheit, seinem unweigerlich ungünstigen Schicksal nicht entrinnen zu können. JANOVE OTTESEN und GEIR ZAhL verstehen es, das Detail zu inszenieren. Sie transportieren Todesernsthaftigkeit und Bedeutungsschwere zum Klange malträtierter Ölfässer und betrommelter Felgen in wie neben den Zeilen. Der beste Act des vorjährigen Roskildefestivals schickt sich an, den Kontinent zu erobern. Lasst uns ompa tanzen, bis wir sterben – verloren sind wir ohnehin.
(pressetext: Bernadette Karner)

http://www.szenewien.com/Framesets/frames_concerts.htm


Aus intro 110, Oktober 2003:

Quelle: intro Nr. 110, Oktober 2003, online: www.intro.de


Rezension aus der Brigitte online:

Kaizers Orchestra
"Ompa til du dør"

Ölfässer-Polka mit Zwergen
In ihrer heimat Norwegen sind Kaizers Orchestra (im Verhältnis) so erfolgreich wie hierzulande herbert Grönemeyer. Was ein interessantes Licht auf unsere nordischen Nachbarn wirft: Denn die Musik, die Kaizers Orchestra machen, ist die wildeste Mischung, die ich seit langem auf dem Plattenteller hatte:

CD-Rezension aus dem Rolling Stone Nr. 9 2003, S. 96
CD-Rezension aus dem Rolling Stone Nr. 9 2003, S. 96

Kaizers Orchestra verquirlen Polka und Pogo mit osteuropäischen Volksweisen und Tom Waits, gespielt auf Instrumenten wie Mandoline und Blasorgel, aber auch auf Ölfässern, Blechplatten und selbstgebauten Klangkörpern. Dazu wird norwegisch gesungen. Stampfende Rhythmen paaren sich mit elegischen Melodien. Das Ergebnis klingt mal atemberaubend gruselig, dann wieder wild und gut gelaunt, bei aller Außergewöhnlichkeit sehr einprägsam und mitreißend. Die Texte sind entsprechend schräg und morbide, voller Geister vertreibender Zwerge, russischem Roulette und Toten, die Tango tanzen (was die Rezensentin nicht deshalb weiß, weil ihr Norwegisch so gut ist, sondern weil der CD englische Übersetzungen beiliegen).
Wer schräge Musik mag, wird mit Kaizers Orchestra sehr, sehr glücklich.
[Link zu hörproben entfernt]

Simone Rafael


CD-Rezension aus dem Musikexpress September 2003, S. 64
CD-Rezension aus: Musikexpress September 2003, S. 64


CD-Rezension aus Spex 269 #269 No. 09/2003 Deutschland, S. 127
CD-Rezension aus: Spex 269 #269 No. 09/2003 Deutschland, S. 127

für weitere Artikel und Informationen auf Norwegisch und Englisch schaut auf www.kaizers.no


Aus dem Musikexpress Oktber 2003